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Die klassische Karwendelrunde mit dem MTB

Mit über 60 Kilometern und etwa 1.800 Höhenmetern gehört die klassische Karwendelrunde zwar zu den schwereren aber auch zu den schönsten Mountainbike Touren im Karwendel.

Wenn der Herbst die Blätter langsam bunt verfärbt, uns aber noch mit Schnee verschont ist die beste Zeit um mit der klassischen Karwendelrunde noch einen Höhepunkt in der Bike-Saison zu setzen. Liegen doch mit den Zwischenstationen wie dem Karwendeltal oder dem kleinen Ahornboden echte Herbst-Highlights auf dem Weg.

Karwendelrunde im Herbst

Als Startpunkt für die Karwendelrunde bietet sich ein offizieller und gebührenpflichtiger Parkplatz für Mountainbiker in Mittenwald an. Von hier beginnt die Fahrt ganz entspannt entlang der noch jungen Isar via Riedboden nach Scharnitz. Hier beginnt kurz nach dem Wanderparkplatz der erste kurze Anstieg auf den Weg 201, der uns weg von der Isar hin zum Karwendelbach führt.

Auf dem Weg von Scharnitz ins Karwendeltal

Auffahrt zum Karwendelhaus

Nach einem kurzen Stück im Wald befinden wir uns schon mitten im Karwendeltal. Zwischen der Hinterautal-Vomper-Kette im Süden und der nördlichen Karwendelkette im Norden zieht sich das Karwendeltal in Richtung Westen, wo mit dem Hochalmsattel der das Karwendelhaus beheimatet, das erste Etappenziel wartet.

Zunächst bewegen wir uns leicht ansteigend oberhalb des Karwendelbachs auf schottrigem Untergrund bis nach etwa 23 km der Weg immer steiler wird. Zwar ist das Karwendelhaus schon gut zu erkennen, zahlreiche Serpentinen und 300 weitere Höhenmeter verhindern jedoch eine vorzeitige Einkehr. Sogar ein kleiner Schlenker zum Hochalmsattel muss noch befahren werden, bevor wir das Haus auf 1.771 m erreichen.

Im Karwendeltal

Das unterhalb der Birkkarspitze gelegene Karwendelhaus bietet auf seiner großen Terasse einen fantastischen Ausblick hinab ins Karwendeltal. Die zahlreichen Mountainbikes vor dem Haus verdeutlichen die Beliebtheit dieser Gegend als Bike-Spot.

Nach ausreichender Stärkung geht es direkt weiter zum Hochalmsattel, wartet doch mit dem dahinterliegenden kleinen Ahornboden die nächste Attraktion der Karwendelrunde auf uns. Am Sattel lohnt es sich das Mountainbike noch einmal kurz abzustellen und die Blicke in Richtung der umliegenden Bergketten schweifen zu lassen.

Das Karwendelhaus

Auf dem Singeletrail zum kleinen Ahornboden

Die Abfahrt zum kleinen Ahornboden erfolgt über einen steinigen Singletrail, der je nach Zustand des Wegs teilweise über tiefe Rinnen und verfügt. Nach etwa zwei Kilometern wird der Trail wieder zu einer einfach zu befahrenden Schotterstraße und kurze Zeit später erreichen wir den kleinen Ahornboden.

MTB Trail vom Karwendelhaus zum kleinen Ahornboden

Der kleine Ahornboden ist ein beliebtes Zwischenziel für Mountainbiker. So führt von dort nicht nur der Weg zum Karwendelhaus sondern auch zur Falkenhütte, die Teil der erweiterten Karwendelrunde ist. Wie der Name schon sagt handelt es sich beim kleinen Ahornboden um eine Fläche, die mit zahlreichen Ahornbäumen gespickt ist, die vor den imposanten Felswänden die sie umgeben ein ganz besonderes Bild abgeben.

Am kleinen Ahornboden

Großer Ahornboden
Der Große Ahornboden befindet sich am Ende des Risstal und beheimatet ca. 2.000 Ahornbäume. Er ist damit etwa 5x so groß wie der kleine Ahornboden.

Durchs Johannistal und wieder bergauf

Nun folgt eine 10 km lange Abfahrt durch das Johannistal in Richtung Hinterriß. Wer die Augen offen hält (oder gut vorbereitet ist) findet entlang der Fortstraße den ein oder anderen Singletrail, der die Abfahrt versüßt. Durch eine Schlucht an deren Boden der Johannisbach fließt verlassen wir das Johannisbachtal und treffen auf den Rißbach.

Johannisbach

Nach einem kurzen Stück auf Asphalt bekommen wir kurz nach Hinterriß wieder Schotter unter die Stollen. Es wartet der zweite Anstieg der Karwendelrunde auf uns. Mit ca. 350 hm ist er zwar recht kurz aber mit teilweise deutlich über 10% Steigung macht er sich in den Beinen schnell bemerkbar. Als Entschädigung gibt es Aussicht auf den Schafreuter und die darunterliegende Tölzer Hütte. Nach Erreichen des Sattels auf 1.280 m steht die nächste Abfahrt an, die in einer Bachüberquerung am Bärnbach endet. Je nach Wasserstand kann man sich hier schnell nasse Füße holen.

Bachüberquerung

Macht aber nichts, denn es geht anschließend direkt wieder bergauf. Der nächste und letzte Anstieg bringt uns auf teilweise steilen Abschnitten hinauf zur Vereiner Alm. Sollte diese (ab 15.9.) geschlossen haben lassen sich auch an einem Brunnen die Getränkevorräte auffrischen.

Karwendelrunde Finale mit Seinsbach Trail

Downhill am Seinsbachtrail

Das schlimmste ist geschafft, es folgt die Abfahrt zurück in Richtung Mittenwald. Unterhalb der Soiernspitze und oberhalb des Seinsbachs rollen wir entspannt bergab. In einer Rechtskurve wartet aber noch der Seinsbach Trail auf uns. Ein toller Singetrail der alles bietet was das Mountainbiker Herz begehrt: Wurzeln, Spitzkehren und leichte Drops sorgen hier noch mal auf einem guten halben Kilometer für viel Fahrspaß bevor uns der Weg entlang der Karwendelkasere zurück zum Ausgangspunkt bringt.

  • Länge: 64,3 km
  • Anstieg: 1.791 m
  • Dauer: 5:50
  • Sportart: Mountainbike
  • Rundtour: Ja
  • Mit ÖPNV erreichbar: Ja
  • Etappen-Tour: Nein
  • Singletrailskala: S1

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