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Auffahrt zum Tremalzopass am Gardasee

Man sagt, eine Fahrt über den Tremalzopass gehöre zu einem Mountainbike-Aufenthalt am Gardasee einfach dazu. Wie fühlt es sich an die alte Militärstraße zu bezwingen?

Wer nicht das Glück hat den Tremalzopass als Abschluss einer Transalp fahren zu können, den erwarten ganze 1.800 Höhenmeter um von Riva die Passhöhe auf 1664m zu erreichen. Wem das zu viel ist, kann entweder einen der Shuttles nehmen oder sich einen alternativen Abfahrtsort suchen um die Distanz etwas zu verkürzen.

Wir starten unsere Tour unweit des Feinschmeckerladens “Caseificio Sociale Alpe Del Garda” in Voiandes auf 638m Höhe. Von dort führt die Via Tremalzo zunächst auf Asphalt vorbei an der Ortschaft Vesio und folgt wenig später auf etwas gröberem Untergrund einem kleinen Fluß durch das Valle di Bondo.

Nach etwa 7km beginnt der Anstieg steiler zu werden und die Straße geht in Serpentinen über. Deren Nummerierung erinnert an die Auffahrt zum Stilfser Joch. Der Blick wechselt nun mit jeder Kurve zwischen dem gewaltigen Massiv das bezwungen werden will und dem weiten Tal das bereits hinter uns liegt.

Auffahrt auf der Via Tremalzo

Nach 600 Höhenmetern auf der Via Tremalzo erreichen wir das „Rifugio Alpini Fratelli Pedercini“. Kurz vorher führt ein Abzweig nach links in Richtung Tremalzo. Ab hier ändert sich der Chrakter der Tour schlagartig. Während die ersten Kilometer bis zum Rifugio überwiegend auf Asphalt zurückgelegt werden, wechseln wir nun von der Via Tremalzo auf den schottrigen Passo Nota.

Der Pass führt über die Südflanke hinauf zum Tremalzo. Zunächst auf leichtem Schotter wird der Untergrund mit zunehmender Dauer immer gröber und ausgewaschener. Zusätzlich steigt auch der Verkehr immer weiter an. Während der Weg nur noch einen schmalen befahrbaren Streifen aufweist, muss man immer auf entgegenkommende Mountainbiker achten. Von überforderten eBikern, die sich bergab schiebend fragen wie sie das Gefährt da wieder heil herunterbekommen bis zu Downhillern, die wie selbstverständlich den schmalen befahrbaren Teil der Strecke für sich beanspruchen, trifft man hier auf alles. Was aber am Ende hängen bleibt sind die Sportsmänner (und Frauen), die sich in verschiedensten Sprachen gegenseitig anfeuern.

Teilweise 14% Steigung müssen auf diesem undankbaren Untergrund bewältigt werden. Mit jeder Serpentine öffnet sich nun der Blick mehr und mehr in Richtung des Scheitels auf 1.830m. Spätestens mit passieren des ersten Tunnels auf dem Passo Prà della Rosa aber wird die Tour zum endgültigen Hightlight. Entlang des immer schrofferen Geländes führt der Weg über die Südflanke hin zu den letzten Serpentinen vor dem Tremalzotunnel, der die Süd- mit der Nordseite verbindet und so nach 20km den Höhepunkt der Tour darstellt.

Am Ziel & Abfahrt

Nach kurzem Genuss des tollen Panoramas folgt eine kurze Abfahrt zum “Albergo Ristorante Garda Tremalzo”. Hier kann bei Speiß und Trank der Tank wieder aufgefüllt werden. Da das Ristorante auch mit dem Motorrad von der Nordseite erreichbar ist, ist für entsprechenden Andrang gesorgt.

Über Málaga Cia folgt nun ein 20km langer Downhill, der zunächst über groben und später über immer besser zu fahrenden Schotter zurück in Richtung des Ausgangspunktes bringt. Trotz der vielen schönen Stellen auf der Abfahrt mit weiten Blicken zurück ins Valle di Bondo ist dieses Mal ganz klar die Auffahrt zum Tremalzo das Hightlight der Mountainbike Tour.

Nach gut 37km und 1.540 Höhenmetern erreichen wir schließlich wieder den Parkplatz des Caseificio Sociale Alpe Del Garda.

Fazit

Ja, es stimmt: Eine Tour zum Tremalzo sollte man als Mountainbiker am Garadasee unbedingt gemacht haben. Konditionell sehr anstrengend aber dafür Landschaftlich überragend ist diese Tour eine Liebeserklärung an das Bergaufkurbeln mit dem Mountainbike.

  • Länge: 37,3 km
  • Anstieg: 1.540 m
  • Dauer: 4:30
  • Sportart: Mountainbike
  • Rundtour: Ja
  • Mit ÖPNV erreichbar: Nein
  • Etappen-Tour: Nein
  • Singletrailskala: S1

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