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MTB-Tour zur Reintalangerhütte

⏱ Lesezeit: 7 Minuten
MTB Spot Garmisch-Partenkirchen

MTB Spot Garmisch-Partenkirchen

Auf einem schier endlosen Trail führt diese MTB-Tour von Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen entlang der Partnach durch das schöne Reintal zur Reintalangerhütte und zurück.

Inhaltsverzeichnis

Infos & GPS-Daten

↔️ Länge: 39,95 km↗️ Höhenmeter: 1.297 m
Rundtour: JaDauer: 4 Std.
Technik: S1-S2Mit ÖPNV erreichbar: Ja
Start: Garmisch-PartenkirchenEinkehrmöglichkeit: Ja

Ja nach dem zu welcher Jahreszeit man die Tour startet wechselt die Zahl der Einkehmöglichkeiten. Das sollte bei der Wahl des Proviants berücksichtigt werden. Reintalanger- und Bockhütte hatten Ende Oktober bereits geschlossen. Da es im Tal früh dunkel und sehr kalt werden kann empfehlen wir folgendes:

  • Warme Jacke
  • Trikot/Shirt zum wechseln
  • Licht
  • Windjacke für die Abfahrt
  • Mütze
  • MTB-Rucksack

Am Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen kann man sich wieder mit Nahrung eindecken. Für Unterwegs sollten aber dennoch 1-2 Enegie Riegel* dabei sein.

  • Partnachalm (Öffnungszeiten: Freitag - Mittwoch 09:00 Uhr - 19:00 Uhr)
  • Reintalangerhütte (Öffnungszeiten: Mitte Mai - Mitte Oktober)
  • Bockhütte (Infos zu Öffnungszeiten auf der Website)

Karte

Tourenbeschreibung

Schon wenige hundert Meter nach dem Start am Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen treffen wir das Erste mal auf die Partnach. Entgegen dem Flußlauf folgen wir ihr heute bis zur Reintalangerhütte. Das erste Zwischenziel ist jedoch zunächst die imposante Skisprungschanze von Garmisch-Partenkirchen. Sobald man den Ortskern verlässt, thront sie gut sichtbar am Hang. Wer mit dem Auto anreist, kann dort parken und die Tour vom Skistadion aus starten.

Skisprungschanze Garmisch-Partenkirchen

Skisprungschanze Garmisch-Partenkirchen

Auf steilen Wegen zur Partnachalm

Nun fahren wir ca. 300 Meter weiter an der Partnach entlang, bis wir nach einem Elektrizitätswerk an eine Abzweigung mit einer Infotafel kommen. Hier findet jedes Jahr am 6. Februar das Hornschlittenrennen statt. Mutige Männer und Frauen rasen dabei mit 70–80 Km/h auf einem selbstgebauten Hornschnlitten den Hang hinunter. Um auf solche Geschwindigkeiten zu kommen braucht es nicht nur einen ca. 500 kg schweren Schlitten, sondern auch einen steilen Hang. Dieser Hang ist unsere nächste Herausforderung. Auf 2 Kilometern und knapp 200 hm kämpfen wir uns die teilweise 25 % steile Steigung des höher Weg hinauf.

Partnachalm

Die Partnachalm vor toller Kulisse

Nach kurzer Erholung auf einem flacheren Abschnitt erreichen wir die Partnachalm. Von hier hat man einen ersten Blick auf die Gebirgskette die das Reintal flankiert. Nach einigen weiteren kurzen, aber heftigen Ansteigen befahren wir einen Forstweg, der uns in den Wald führt. Wir passieren eine Hütte mit Trinkwasserstelle der eine Weggabelung folgt. Der Beschilderung nach fahren wir weiter in Richtung Bockhütte und Reintal.

Die Bockhütte

Die Bockhütte

Über die Mitterklamm ins Reintal

Nach etwa 8 Kilometern erreichen wir die Mitterklamm. Eine enge Schlucht durch die sich die Partnach wild ihren Weg bahnt. Über eine Brücke folgen wir weiter dem Weg der uns nun bergab bis auf Flusshöhe bringt. Von nun an wird der Weg mehr und mehr zu einem Trail der unser Mountainbiker Herz höher schlagen lässt. Zwar müssen noch ungefähr 300 Höhenmeter bis zur Reintalangerhütte absolviert werden, doch die Strecke lässt nun schon ein wenig erahnen was uns auf dem Rückweg erwartet.

Blick ins Reintal

Blick ins Reintal

Auf einer weiteren Brücke überqueren wir kurzzeitig die Partnach in Richtung Osten. Ein schöner Trail führt uns durch den Wald zu einer weiteren Brücke kurz vor der Bockhütte (1060 m). Die Privat bewirtschaftete Hütte hatte dieses Jahr nur bis Oktober geöffnet und ist ein beliebter Ort für eine Rast. Von hier hat man einen ersten Blick ins Reintal und kann die imposanten Berge am Ende des Tals bereits erkennen.

Tolle Ausblicke ins Reintal

Tolle Ausblicke ins Reintal

Der Weg durch das Reintal ist auch eine beliebte Aufstiegsroute für Wanderer auf die Zugspitze. Von Garmisch durch die Partnachklamm lässt sich die Bockhütte in zwei und die Reintalangerhütte als Übernachtungsmöglichkeit in vier Stunden erreichen. An Sommerwochenenden ist also mit hohem Wanderaufkommen zu rechnen.

Flowiger Trail durchs Reintal

Flowiger Trail durchs Reintal

Weiter dem Fluss folgend arbeiten wir uns weiter in das Tal hinein. Zu Beginn ist alles noch gut fahrbar. Je weiter man kommt, desto ruppiger wird der Untergrund und so manche Rampe mit grobem Boden zwingt einen kurz abzusteigen. Dabei kann man wenigstens die immer beeindruckender werdende Landschaft in vollen Zügen genießen.

Steinmännchen an der Bockhütte

Steinmännchen an der Bockhütte

Leider trifft man auch gelegentlich auf Abschnitte, die arg von der Natur in Mitleidenschaft gezogen wurden. So auch die Blauen Gumpen die im Sommer 2005 nach starken Regenfällen zerstört wurden. Von ihnen zeugt heute nur noch ein kiesiges Flussbett. Wenig später hört man schon das Rauschen eines Wasserfalls, der gegenüber von uns in die Tiefe stürzt. Wir radeln weiter bergauf bis wir oberhalb des Wasserfalls einen tollen Blick zurück ins Reintal bekommen.

Hier war mal die Blaue Gumpe

Hier war mal die Blaue Gumpe

An der Reintalangerhütte

Geschafft: Die Reintalangerhütte

Geschafft: Die Reintalangerhütte

Nach dem man einen kleinen Tannenwald passiert hat, sieht man schon die tibetischen Gebetsfahnen, die den Platz vor der Reintalangerhütte (1370 m) schmücken. Geöffnet ist die Hütte von Mitte Mai bis Mitte Oktober. Außerhalb dieser Öffnungszeiten trifft man nur wenige Menschen hier an. Die erste Reintalangerhütte wurde bereits 1883 erbaut und steht heute als kleiner, unscheinbarer Schuppen neben der 1912 erbauten „neuen“ Reintalangerhütte. Da weder eine Seilbahn noch ein Fahrweg zur Hütte führt müssen sämtliche Lebensmittel mit einem Hubschrauber eingeflogen werden.

Von hier führt ein Weg auf die Zugspitze

Von hier führt ein Weg auf die Zugspitze

Neben den Gebetsfahnen, die eine Art Markenzeichen der Hütte darstellen, ist der Vorplatz mit einer großen Holzfigur und zahlreichen Steinmännchen geschmückt.

Holzfigur

Holzfigur

Auf dem Trail zurück

Die mühsam erarbeiteten Höhenmeter können auf dem Rückweg in einem Bruchteil der Zeit absolviert werden. Abwechslungsreich und flowig führt der Trail auf derselben Strecke zurück. Hin und wieder mit einem kurzen Gegenanstieg und etwas gröberem Untergrund stellt der Weg keine größeren Anforderungen an die Fahrtechnik. Vor lauter Fahrspaß ist man überrascht wie schnell man wieder die Bockhütte und die Mitterklamm erreicht.

Schöner Trail durch den Wald

Schöner Trail durch den Wald

Wir folgen nun wieder dem Forstweg bis zu einer Abzweigung die in Richtung Partnachklamm weißt. Ihr folgend fahren wir ab, bis wir eine Lichtung kurz vor der Partnachklamm erreichen. Ein Meer aus Steinmänchen erwartet uns hier schon. Von hier kann man nicht nur die Klamm zurück nach Garmich-Partenkirchen gehen, sondern auch auf einem Steig in Richtung Schachen wandern. Da die Partnachklamm für Mountainbkier tabu ist, müssen wir den Weg in Richtung Elmau nehmen, um sie zu Umfahren. Ein Schild weißt jedoch gleich zu beginn darauf hin, dass der Weg unbegehbar sei.

Die Steinmaenchen vor der Partnachklamm

Die Steinmaenchen vor der Partnachklamm

Ramponierte Wege

Wir fahren dennoch einige Hundert Meter bergauf bis wir erkennen, warum das Schild doch seine Berechtigung hat: Ein Erdrutsch hat den Weg einfach weggerissen. Um die Stelle zu umgehen, muss das Mountainbike einen steilen und rutschigen Abhang hochgewuchetet werden. Wer so was nicht mag, sollte wie auf dem Hinweg die Partnachklamm über die Partnachalm umfahren. Das spart auch ein paar Kilometer.

abgebrochener weg

Hier muss das MTB getragen werden

Wer sich fürs Tragen entscheidet kann wieder einige hundert Meter fahren, bis erneut eine Stelle kommt an welcher der Weg nicht mehr existiert. Getragen werden muss hier zwar nicht, aber der Umweg führt durch tiefes, sumpfiges Gelände. 4 Kilometer und 200 Höhenmeter nimmt dieser letzte Anstieg insgesamt in Anspruch. Nach einer Abzweigung, der wir nach links folgen erreichen wir die Mountainbike-Strecke der Wettersteinrunde. Ihr folgend gelangen wir über idyllische Almen und Wiesen zurück zur Partnach. Sie bringt uns wieder zurück zur Skisprungschanze. Dem Hinweg folgend geht’s nun zurück zum Bahnhof.

Almen vor Garmisch

Vorbei an dieser Almen gehts zurück nach Garmisch-Partenkirchen

Zusammenfassung

Bewertung
  • Kondition
  • Technik
  • Landschaft
3.5

Kurzfassung

Landschaftlich wunderbare Tour, die konditionell jedoch nicht untschätzt werden sollte.

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